Zum ersten Mal seit einiger Zeit habe ich es geschafft, eine Kurzgeschichte zu schreiben. Das ist für mich eine große Herausforderung – und Grund für viel Selbstzweifel.

Irgendwie fällt es mir viel leichter, einen Roman zu beginnen: Ich habe so viel Zeit (und Wörter) mich heranzutasten, an die Stimme, die Figuren, die Handlung – alles. Aber bei einer Kurzgeschichte muss alles direkt stimmen. Es kommt eigentlich nie vor, dass ich eine davon komplett überarbeite – entweder ich erwisch die richtige Stimmung, oder eben nicht. Ich habe also nur eine Chance, um diese eine Kurzgeschichte zu schreiben.

Einen solchen Druck umgehe ich lieber. Gleichzeitig reizt mich genau das natürlich und ich würde das gerne ändern. Wenn es mir nämlich mal gelingt, eine Kurzgeschichte aufzuschreiben, ist das ein sehr erleichterndes und schönes Gefühl.

Im Herbst halte ich einen Schreibworkshop genau darüber: Kurzgeschichten schreiben. Vielleicht ist es dann ganz praktisch, dass ich selbst noch so viel darüber zu lernen habe.